
Der geplante Neubau
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Grundriss der Erweiterung
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Heinrich Breling (1849-1914)
Pflügender Bauer in der Bredenau, 1914
Öl auf Leinwand, 75 x 100 cm
Sign./dat. H. Breling 1914
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Dorfstraße in Worpswede, 1897 Installationsansicht,
Otto Modersohn Museum, 2009 |

Dorfstraße in Worpswede, 1897 restauriert
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Erweiterungsbau und Umbau des Haupteingangs
Das bestehende Museumsgebäude setzt sich aus drei Fachwerkscheunen
zusammen,die an ihrem alten Standort abgetragen und 1974, 1985 und 1996
nach Plänen des Bremer Architekten Gerhard Müller-Menckens
wiedererrichtet und für Ausstellungszwecke umgestaltet wurden. Inmitten
der Fischerhuder Wümmewiesen gelegen bilden sie eine L-förmige Anlage
und fügen sich, da sie ihren ursprünglichen Charakter bewahrt haben, mit
großer Selbstverständlichkeit in ihre ländliche Umgebung ein.
Der projektierte Erweiterungsbau setzt diese Bauweise fort. Auch er
besteht aus einer ehemaligen Fachwerkscheune, einem 7,5 mal 19 Meter
großer Baukörper, verbunden mit dem Bestand über einen 6 mal 4 Meter
großen Gelenkbau. Im Inneren wird der Scheunencharakter weitestgehend
zurückgenommen und ein neutraler, lichter Ausstellungsraum mit weißen
Wänden, weißen Holzteilen und hohem Seitenlicht ausgebildet. Kontinuität
zu den älteren Bauabschnitten schafft der rote Ziegelfußboden.
Der Haupteingang des Museum im ältesten Bauteil erhält eine Erweiterung
in Form eines breiten Vestibüls ebenfalls in Fachwerkbauweise, das eine
größere Garderobe aufnimmt und vor allem eine Klimaschleuse bildet.
Verfolgen Sie aktuelle Entwicklungen auf der Baustelle im
BAUTAGEBUCH
Architekten: Modersohn & Freiesleben
Leitbild des Otto Modersohn Museums
Erweiterung und Neugestaltung der Eingangssituation
Erweiterung Grundriss (M 1 : 250)
Erweiterung Lageplan (M 1 : 500)
Die ausführenden Baufirmen
Das Bauvorhaben wird maßgeblich unterstützt durch
die Waldemar Koch Stiftung, Bremen,
die Bremer Landesbank,
die Stiftung der Kreissparkasse Verden,
Dodenhof Familien Stiftung,
die Mitglieder der Gesellschaft-Otto-Modersohn-Museum e.V.,
das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst,
Fördermittel der EU (EFRE):

Zur Finanzierung des Erweiterungsbaus bittet die
Gesellschaft-Otto-Modersohn-Museum e.V.
alle Freunde des Otto Modersohn Museums um Spenden.
Gesellschaft Otto Modersohn Museum e.V.
Kreissparkasse Verden
BLZ: 291 526 70
Kontonr.: 12 003 133
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Pressemitteilung des Otto Modersohn Museums vom 20. September 2011
Geschenk an das Otto Modersohn Museum
Das vermutlich letzte Bild von Heinrich Breling (1849-1914)
Am 30. August bekam das Otto Modersohn ein Bild Heinrich Brelings aus dem Nachlass Diedrich Speckmanns geschenkt.
Das Bild "Pflügender Bauer" ist vielleicht eines seiner letzten, bevor
er am 6. September 1914 einem Herzversagen erlag. Mit ihm schließt sich
der Kreis seines Werdegangs.
Als zeichnender Hütejunge war er ein "Sohn des Dorfes" geworden, auf dem
Höhepunkt seiner Karriere, nicht seines Schaffens, wurde er Maler am
Hofe Ludwigs II. und Professor an der Königlichen Akademie in München.
1895 kam er in seine Heimat zurück, die viel von ihrer Ursprünglichkeit
bewahrt hatte. 1908 baute er das Haus für sich und seine Familie.
Unweit davon malte er dieses Bild eines den Boden mit dem Pflug
umbrechenden Bauern. Er bestellt sein Feld mit Hilfe eines
Pferdegespanns. Breling zeigt uns einen kühlen Vorfrühlingsmorgen mit
wolkenverhangenem Himmel. Über dem Lauf der Wümme ist noch der
Morgennebel erkennbar, im Hintergrund wölben sich die Hügel der
Surheide. Noch treiben die Bäume kein Grün. Im Vordergrund drei Hühner,
die im Feld ihr Futter suchen.
Pflügen, säen, ernten, der Kreislauf der Natur, in den der Bauer
eingebunden ist, mehr als jeder andere. Auch Heinrich Breling hatte sein
Feld bestellt. Er hinterließ seiner Familie einige der schünsten
Bilder, die je in Fischerhude gemalt wurden und seine tiefe
Verbundenheit mit den Menschen und der Landschaft dokumentieren.
"Für einen Künstler zählen weder Ruhm noch Ehrgeiz, er muß seine Arbeit
tun, weil der liebe Gott es so will, so wie ein Mandelbaum seine Blüten
treibt."
Paul Cézannes Ausspruch könnte auch über Heinrich Brelings Leben als Motto stehen.
(Kat. Heinrich Breling, Fischerhude 2000)
Es wird in die im Aufbau befindliche Heinrich Breling Stiftung
aufgenommen und in der für 2014 geplanten Retrospektive - aus Anlass des
100. Todesjahres - zu sehen sein.
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Die Gesellschaft-Otto-Modersohn-Museum e.V. erwarb das Bild
Dorfstraße in Worpswede, 1897 für die Otto Modersohn Stiftung
Der Erwerb erweitert die Stiftung um eines der wichtigsten Bilder Otto Modersohns aus den Worpsweder Jahren vor 1900.
Otto Modersohn malte das Bild im Winter 1896/1897. Es zeigt eine Szenerie in der Worpsweder Dorfstraße "Im Rusch".
1897 wurde es in der Großen Berliner Kunst-Ausstellung erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.
Das Atelierbuch verzeichnet den Eintrag: "Dorfstraße (170 x 102) (verk. 1898 in Breslau Lichtb.)
Besitzer: Herr Schäffer - Bielitz (Österreich) 1.200 M.
Er verkaufte das Bild 1898 im Lichtenberg Museum Breslau an den Tuchfabrikanten Victor Schaeffer, wohnhaft in
Bielitz in österreichisch Schlesien für 1.200 Mark.
Zuvor erhielt er am 3. März 1898 ein Telegramm: "Habe Gebot auf Dorfstrasse: 1.200 Mark, kann verkaufen? Kellner".
Otto Modersohn hatte diesem Angebot demnach zugestimmt.
Erwähnt wird das Bild dann 1904 in der kleinen Monographie WORPSWEDE herausgegeben in der Reihe DIE KUNST von Richard
Muther mit einem Text von Hans Bethge im Verlag Bard-Maquardt & Co, Berlin, 1903: Katalog der Bilder und Radierungen
auf Seite 70: 1897:
"Dorfstraße in Worpswede", Schäffer, Bielitz i. öster. Schl.
Nach dem Tod von Victor Schäffer erbte sein Sohn, der Kunsthistoriker Dr. Emil Schäffer (1874-1944), das Bild. Emil
Schäffer heiratete 1908 Olga Mauksch (1887-1982). Die Ehe wurde geschieden. Nach der Trennung wurde ihr das Gemälde
übereignet.
Sie heiratete in zweiter Ehe den Pianisten, Komponisten und Musikpädagogen Bruno Eisner. Eisner war Kommunist und Jude
und stand auf den Listen der Nazis. Deshalb entschloss sich das Ehepaar Mauksch-Eisner bereits 1933 zur Emigration nach
Amerika. Bruno Eisner unterrichtete fortan als Musikpädagoge in New York.
Das Bild blieb zurück und wurde am 11./12. Juni 1936 im Kunstauktionshaus "Rudolf Lepke's Kunst-Auctions-Haus" in
Berlin-Charlottenburg, Potsdamer Straße 122 a/b, durch Hans Carl Krüger zur Versteigerung unter der Nr.160 gebracht.
Im Katalog 2104 ist es auf Tafel 4 unter dem Titel "Sommertag in Worpswede" abgebildet. Der Katalog preist das Gemälde "
als eines der wichtigsten Bilder der Worpsweder Schule" an.
Als Besitzerin wurde die jüdische Bürgerin Olga Eisner, geb. Lewin (sic) aus Berlin-Charlottenburg, Reichsstraße 2b
(bei Engel) ausgewiesen. Der Preis für das Bild war mit RM 300 ausgesprochen niedrig angesetzt. Vermutlich wurde es nicht
versteigert.
1937 kam es in München in der Großen Deutschen Kunstausstellung im Haus der Kunst unter der
Nr. 491 und dem Titel Dorfstraße in Worpswede (Öl) im Saal 3 als einziges Bild Otto Modersohns zu zweifelhafter Ehre.
Es war dort und im Katalog zur Ausstellung mit dem damals marktüblichen Preis von 3.500 Mark angeboten.
Sein Worpsweder Malerkollege Fritz Mackensen war mit dem Bild Gottesdienst im Freien aus der Niedersächsischen Landesgalerie
Hannover vertreten. Man kann vermuten, dass sich das Bild Dorfstraße in Worpswede bereits in Staatsbesitz befand. Otto
Modersohn musste also nicht um eine Leihgabe gebeten werden. Auch Bilder aus anderen Museen (etwa Sturm im Teufelsmoor
aus dem Schlesischen Museum in Breslau oder Sturm im Moor aus der Neuen Pinakothek in München) wurden nicht angefordert,
um Otto Modersohn repräsentativ herauszustellen. Es gibt im Otto Modersohn Museum keinerlei Unterlagen zu dieser Ausstellung,
da Otto Modersohn selbst nicht Leihgeber war.
Nach einem Bericht seines Sohnes Christian Modersohn (1916 - 2009) war sein Vater mit ihm zur Eröffnung des "Haus der Kunst"
nach München gefahren. Obwohl ausstellender Künstler, wurde Otto Modersohn am Eröffnungstag der Zutritt zur Ausstellung
verweigert, mit dem Hinweis, dass er über keine Ehrenkarte für den Tag der Eröffnung verfüge und am zweiten Tag wiederkommen
möge. Christian Modersohn erinnerte sich zwar an den theatralischen Umzug und an die misslichen Begleitumstände (sein Vater
war außer sich vor Wut: "So etwas ist mir in meinem ganzen Leben noch nicht passiert; ich will wissen wo mein Bild hängt.")
leider aber nicht mehr an das dort gezeigte Gemälde seines Vaters. Christian Modersohn erinnerte sich weiter, dass sein Vater
sehr enttäuscht von der Qualität der in München gezeigten neueren Bilder und Skulpturen war.
Der Vater des vorletzten Besitzers, Dr. med. Georg Koch, erwarb das Bild aus der Münchener Ausstellung im Glauben eines
rechtmäßigen Ankaufs. Er selbst war von den "Nürnberger Gesetzen" betroffen und wurde deshalb nicht zum Wehrdienst eingezogen.
Er bewahrte das Bild bis zu seinem Tode 1977 als "Familienschatz". Sein Sohn war nach Canada ausgewandert und erbte das Bild.
Er bot es im Januar 2009 dem Otto Modersohn Museum zum Kauf an.
Seit 2007 war das Bild mit Hilfe des Otto Modersohn Museums im Lost Art Register in Magdeburg erfasst. Dass es mit
Restitutionsansprüchen behaftet war, wurde dem Otto Modersohn Museum erst im März 2009 bekannt.
Das Otto Modersohn Museum konnte in Absprache mit den Erben Mauksch/Eisner und ihren juristischen Vertretern eine finanzielle
Einigung erzielen, die den Verzicht auf jeglichen Anspruch beinhaltet.
Das Bild wurde bereits aus dem Lost art Register entfernt.
Der Ankauf wurde ermöglicht durch die großzügige Hilfe der Spender:
Waldemar Koch Stiftung, Bremen
Niedersächsische Sparkassenstiftung
Stiftung der Kreissparkasse Verden
Kulturstiftung der Länder
Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Hannover
Bremer Landesbank
Flecken Ottersberg
Landschaftsverband Stade
Mitglieder der Gesellschaft-Otto-Modersohn-Museum e.V.
und zahlreiche private Spender
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